Für einen gemeinsamen Ethikunterricht, gegen einen konfessionellen Religionsunterricht

Die Abteilung 3 (Ortsverein Fennpfuhl) der SPD Lichtenberg hat am 10.03.2009 in Ihrer Mitgliederversammlung folgenden Antrag einstimmig bei einer Enthaltung beschlossen:

Die Abteilung 3 der SPD Lichtenberg erklärt:

Die Einführung des Pflichtfaches Ethik ist in Berlin mit dem Ziel beschlossen worden, über alle Konfessionen hinaus in der Schule gemeinsame Werte zu vermitteln und für Toleranz nachhaltig zu werben. Die Einführung dieses Unterrichtsfaches war die schulpolitisch richtige Reaktion auf den zunehmenden Werteverlust in der Gesellschaft. Das Ziel des gemeinsamen Ethikunterrichtes kann nicht erreicht werden, wenn nun Schülerinnen und Schüler diesen Ethikunterricht abwählen und stattdessen zum Religionsunterricht gehen könnten, an dem nur bestimmte Schülerrinnen und Schüler der Klasse in ihrer „Wertegemeinschaft“ teilnehmen würden. Denn in dieser Form schafft der Religionsunterricht Grenzen zwischen den Schülern und macht die Bemühungen im Ethikunterricht zunichte.

Der Ethikunterricht ist der richtige schulpolitische Ansatz, um konfessionsübergreifende Wertevermittlung im Interesse von Toleranz und einem friedlichen Miteinander in der Schule betreiben zu können. Ein Schulfach Religion kann dieses Anliegen nicht erfüllen.

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