27.07.2009 | Allgemein

Ideen zur künftigen Gestaltung des Prerower Platzes vorgestellt

Damit sich Hohenschönhausen auch künftig weiter zu einem Stadtteil entwickelt, in dem man gerne wohnt, lebt und arbeitet, entwickelt der Bezirk Lichtenberg Visionen. Ein solche stellte Andreas Geisel, stellvertretender Bezirksbürgermeister, Baustadtrat und Direktkandidat der SPD Lichtenberg für den Bundestag, auf einer Einwohnerversammlung am 23. Juli 2009 in der Anna-Seghers-Bibliothek im Lindencenter vor.

Ideen zu finden, wie die gegenwärtige Brache zwischen Bahnhof und Lindencenter zu einem künftigen Zentrum des Stadtteils entwickelt werden kann, war die Ausgangsfrage eines Gutachterverfahrens, das in Zusammenarbeit mit dem Senat und dem Liegenschaftsfond Berlin ausgelobt wurde. Zwei Arbeiten sind dabei als gleichwertige Sieger hervorgegangen. Während das Projekt der Architekten Hemprich Tophof sowohl einzelne Baukörper als auch eine durchgängige Bebauung bis zum Ärztehaus favorisiert, beginnen die Vorstellungen der Gruppe Planwerk mit einem Hotel am Bahnhof und gehen dann zu einer Einzelbebauung sowohl für Einzelhandel als auch Gewerbe über. Interessant ist hierbei, dass die Planer auch an eine grüne Achse, als Verbindung bis zum Lärmschutzwall gedacht haben. Unterschiedlich sind hingegen die Auffassungen zur möglichen Bebauung auf der südlichen Seite der Falkenberger Chaussee. Während die Gruppe Planwerk hier betreutes Wohnen ansiedeln möchte, setzen die Architekten an dieser Stelle auf ein 13stöckiges Hotel.

In der Diskussion der gut besuchten Veranstaltung machten die Bürger vor allem auch darauf aufmerksam, dass zu einem solchen Zentrum vor allem kulturelle Einrichtungen der verschiedensten Art gehören. Einig war man sich dahingehend, dass es nicht um noch mehr bloße Einzelhandelsflächen gehen könne. Andreas Geisel wies in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass gerade deshalb auf die Architektur und Städtebau, das heißt auf mehrgeschossige Bebauung in den Entwürfen so viel Wert gelegt wurde. „Weitere eingeschossige Discounter wird es hier nicht geben“, so Geisel. Im September/Oktober 2009 wird dann die untersuchte Fläche vom Liegenschaftsfond Berlin öffentlich zum Kauf ausgeschrieben, um Investoren für die Flächenentwicklung zu finden. Im Januar/ Februar nächsten Jahres soll dann wiederum auf einer Einwohnerversammlung der Stand der Dinge erläutert werden, damit aus dieser Vision eines lebendigen Zentrums in Hohenschönhausen hoffentlich bald Wirklichkeit werden kann. Eine Wirklichkeit, in deren Gestaltung die Einwohner von Anfang an mit einbezogen werden.

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