Sozialpolitische Zukunftswerkstatt

Nach einer zermürbenden Hartz-IV-Debatte und wachsender Verunsicherung ob sozialer Sicherungsversprechen scheinen Zeit und SPD reif und bereit für eine Sozialstaatsreform. Nur, wie soll und kann diese aussehen? Reichen kleine Korrekturen oder braucht es einen integrierenden größeren Reformentwurf? Wie zukunftsfähig positioniert sich die SPD als ‚Partei der Arbeit‘? Übersteht dieses tradierte Selbstverständnis die begonnene Zeitenwende? Geht es von richtigen Annahmen aus? Wie steht die Partei zu gesellschaftlich populären Zukunftsentwürfen, wie dem ‚Bedingungslosen Grundeinkommen‘? Diese und andere spannende Fragen möchten wir mit Euch konstruktiv und vorwärtsgewandt diskutieren, ohne Scheuklappen und mit festem Blick auf das Soziale als programmatische Kernkompetenz der SPD.

10 Uhr Begrüßung

10:15 Uhr Keynotes 1 und 2

„Gute Arbeit“ – Und alles wird gut? Zum Stellenwert von Erwerbsarbeit im Zeitalter der „digitalen Revolution“ / Andreas Wille, Bereichsleiter Arbeitund Qualifizierung in der Abt. Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung

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„Wir lassen Hartz IV hinter uns.“ – Neue Schläuche für alten Wein oder wirk-lich ein Paradigmenwechsel? Was kommt nach Hartz IV?“ / Sebastian Jobelius, Leiter des Fraktionsvorsitzendenbüros der SPD-Bundestagsfraktion

11 Uhr Keynotes 3 und 4

„Quo Vadis? – Beschäftigungförderung zwischen Teilhabechancengesetz und Solidarischem Grundeinkommen. Ein Blick aus der Praxis.“ / Christina Müller, Fachreferentin beim AWO Landesverband Berlin e.V. für Arbeitsmarktpolitik, Europa, Fachkräftesicherung und Straffälligenhilfe

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„Die SPD und das Grundeinkommen – Geht das zusammen?“ Eine sozialdemokratische Perspektive auf Werteorientierungen, Chancen und Risiken eines immer populärer werdenden Konzepts / Stefan Komoß, Bezirksbürgermeister a.D. und Geschäftsführer 4K Concept GmbH

11:45 bis 12:30 Uhr Diskussion in Workshops analog der Impulsthemen

— Mittagspause —

13:30 Uhr Vorstellung der Ergebnisse mit abschließendem Rundgang

14:30 bis 15 Uhr Ausblick und Verabschiedung

An wen richtet sich dieser Tag?
Die Fachveranstaltung richtet sich an SPD-Mitglieder, ist jedoch auch offen für sozialpolitisch interessierte Menschen im Umfeld der Partei. Die Platzzahl ist begrenzt. Anmeldungen aus dem Kreis Lichtenberg werden bevorzugt berücksichtigt.

Die Teilnahme am Fachtag ist kostenlos, aber anmeldepflichtig. Dafür sende bis 05. Juni 2019 eine E-Mail an: info@spd-lichtenberg.de

Gaby Bischoff kommt nach Lichtenberg! Bezirkstag am 23. April

 

Gaby Bischoff kommt nach Lichtenberg:

Dienstag, 23. April 2019

  • 10.00 – 10.50 Uhr
  • 11.00 – 11.45 Uhr
  • 12.15 – 13.15 Uhr
  • 13.30 – 14.30 Uhr
  • 14.45 – 15.45 Uhr
  • 16.00 – 18.00 Uhr

Gaby Bischoff steht an allen Stationen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung. Im Haus der Generationen können Sie beispielsweise mit ihr beim Mittagessen diskutieren oder Sie kommen ab 16 Uhr einfach zum Ringcenter. Weitere Informationen, wie die Adressen der einzelnen Stationen, sind hier zu finden.

Landesparteitag der Berliner SPD am 30. März 2019

Am 30. März 2019 fand der Landesparteitag der SPD Berlin im Congress Center am Alexanderplatz statt. Auch wir waren wieder dabei:

Kämpferisch und gut gelaunt – die Lichtenberger Delegation auf dem Landesparteitag der SPD

Der Parteitag stand zunächst ganz im Zeichen der bevorstehenden Europawahlen am 26. Mai. Das betonte auch unser Landesvorsitzender und Regierender Bürgermeister Michael Müller in seiner Eröffnungsrede: „Lasst uns die Europawahl zu einer Schicksalswahl machen. Es kommt darauf an, dass wir eigene Antworten geben und keinen einfachen populistischen Weg einschlagen.“ Gastredner Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt, fügte hinzu: „Wir wollen ohne Angst verschieden sein und in einem Europa der Demokratie, Vielfalt und Solidarität leben.“ Anschließend verabschiedeten die knapp 240 Delegierten die Resolution „We Europe – Ein solidarisches Europa für die Beschäftigten“.

Unser stellvertretender Landesvorsitzender und Innensenator Andreas Geisel, brachte daraufhin den Antrag für eine gute und effiziente Berliner Verwaltung ein. Als Zielsetzung hob er hervor: „Wir werden die Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen einfacher, schneller und komfortabler machen.“ Dieser bereits im Vorfeld intensiv diskutierte Antrag wurde in der Fassung des Parteitags angenommen.

Einstimmig wurde die Forderung eines Berliner Mietendeckels beschlossen, der vorsieht, die Mieten in Berlin für fünf Jahre einzufrieren. Der stellvertretende Landesvorsitzende Julian Zado erklärt dazu: „Dieser Mietendeckel kostet den Steuerzahler nichts. Er ist ein scharfes Schwert in der Mietenpolitik.“

Mehrere Anträge beschäftigten sich mit der Frage, wie der Berliner Schuldienst attraktiver für Fachkräfte werden und der Konkurrenz mit anderen Bundesländern standhalten kann. Dabei wurden insbesondere Forderungen nach Gleichstellung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen für alle Lehrkräfte sowie die Rückkehr zur Verbeamtung diskutiert. Die längste Debatte dieses Parteitags endete nach 42 Redner*innen mit dem Auftrag an Senat und Fraktion, „die Benachteiligung der angestellten Lehrkräfte in Berlin im Vergleich zu ihren verbeamteten Kolleginnen und Kollegen in anderen Bundesländern aber auch innerhalb Berlins zu beenden […]. Das Ziel einer echten Gleichstellung muss dabei Vorrang haben gegenüber der Debatte um die bloße Form des Beschäftigungsverhältnisses an sich.“ Bei der Umsetzung der gesetzten Ziele sollen verschiedene Wege, unter anderem auch die Wiedereinführung der Verbeamtung, ergebnisoffen gegenübergestellt werden.

Eine komplette Übersicht der Beschlüsse findet ihr hier: parteitag.spd-berlin.de und was konkret aus unseren Anträgen geworden ist, könnt ihr hier lesen.

 

Wir müssen Antworten geben – Bericht von der KDV

Von Politiker*innen erwarten die Leute Antworten. Und die SPD ist mittlerweile endlich wieder dabei, welche zu liefern. Mit der Grundrente hat die Bundesebene der SPD eines ihrer Kernthemen angepackt und geht im Kampf gegen Altersarmut wieder in die richtige Richtung. Mit „Bauen, Kaufen, Deckeln“ macht die Berliner SPD das Wohnen in Berlin wieder bezahlbar. Und in Lichtenberg hat die SPD Lichtenberg die Großsiedlungsperle Hohenschönhausen an die Oberfläche geholt. „Wir gewinnen bei den Menschen wieder an Glaubwürdigkeit. Sie hören uns wieder zu“, fasst Birgit Monteiro, Vorsitzende der SPD Lichtenberg, die Lage zusammen. Auf der Kreisdelegiertenversammlung sind die Delegierten der SPD Lichtenberg zusammengekommen, um weitere Antworten zu geben.

Ein Stabilitätsanker für Mieten

Karsten Strien stellt den Antrag zum Stabilitätsanker für Mieten vor

Zum Beispiel auf die fast alle umtreibende Frage, wo noch bezahlbarer Wohnraum zu finden ist. Mit einem gesetzlichen Stabilitätsanker für Mieten soll der enormen Dynamik von Mieterhöhungen Einhalt geboten werden. Das hat die KDV beschlossen. Mietsteigerungen sollen demnach nicht höher als die allgemeine Inflationsrate des Vorjahres, maximal aber nur zwei Prozent betragen dürfen. Da auch stets die Infrastruktur mitzudenken ist, wurde ebenfalls beschlossen, dass die landeseigenen Wohnungsunternehmen in ihren Neubauten Flächen für Kitaplätze zur Verfügung stellen sollen. Im besten Fall sollen diese dann an die Kita-Eigenbetriebe gehen. So können sie in öffentlicher Hand verbleiben.

Rentner*innen mit Grundsicherung/Grundrente sollen kostenlos fahren

Im Alter werden die Möglichkeiten zur Fortbewegung besonders wichtig. Einfach in die Bahn einsteigen und losfahren, erleichtert den Alltag erheblich. Die Delegierten haben daher beschlossen, dass Rentner*innen, die Grundsicherung bzw. in Zukunft die Grundrente beziehen, kostenlos mit Bus und Bahn fahren können. Beschlossen haben die Delegierten auch, dass Supermärkte ihre Lebensmittel spenden sollen. Und zwar die, sicher und noch essbar sind und nicht mehr verkauft werden.

Kai-Uwe Heymann und Tamara Lüdke rufen zum Europwahlkampf auf

Die Veranstaltung endete mit motivierenden Worten zum Europawahlkampf von unseren Wahlkampfbeauftragten Kai-Uwe Heymann und Tamara Lüdke: „Unser Kreis stellt zwar ein verhältnismäßig kleines Fleckchen der gesamteuropäischen Sozialdemokratie, aber Großes entsteht immer im Kleinen. Angesichts des verschiedentlichen Erstarkens destruktiver politischer Kräfte sind wir fest davon überzeugt: Das Europäische Projekt braucht das solidarische und progressive Potential unserer Partei mehr denn je, es braucht unsere persönliche und gemeinsame Unterstützung!“ Europa ist die Antwort!

Alle weiteren Beschlüsse sind hier zu finden.

Geschichtenwettbewerb zum 100. Jubiläum der AWO

AWO-Geschichten-Wettbewerb

Geschichten zur „Guten Nacht“ haben eine lange Tradition. Sie werden vor dem Schlafengehen vorgelesen, am Kaminfeuer erzählt oder heimlich mit der Taschenlampe unter der Bettdecke geschmökert. Oft sind es Geschichten über die Liebe zu Mensch und Tier, über Mut und Tapferkeit, Freundschaft und gute Nachbarschaft.

Anlässlich des 100-jährigen Geburtstages der Arbeiterwohlfahrt 2019 beteiligt sich die AWO Berlin Kreisverband Südost e.V. im Sinne der Verbandsgründerin, Marie Juchacz, mit einem Geschichten-Wettbewerb über die NÄCHSTENLIEBE.
Unter dem Titel: „Gute Nacht, Marie!“, sammeln und veröffentlichen wir selbst verfasste Gute-Nacht-Geschichten, deren Protagonistin vorzugsweise eine Marie zwischen ca. 6 und 10 Jahren ist.
Die Texte sollten für Leseanfänger*innen geeignet sein und drei  Buch-Seiten nicht überschreiten.

Ausschreibungsbedingungen:
Einsendeschluss: 28.02.2019
Zielgruppe:
junge Leser*innen ab ca. 6 Jahren
Genre:
kurze Geschichten
Text:
möglichst unveröffentlicht, die Rechte müssen bei dem/der Verfasser*in liegen und dürfen Persönlichkeitsrechte Dritter nicht verletzen
Form:
max. Zeichenzahl von 5.400 Zeichen (inkl. Leerzeichen), einzusenden als Normseite
(Textdokument als docx, .doc) an:
redaktion@awo-suedost.de
sowie ein kurzes Anschreiben mit Ihren Kontaktdaten.
Eine Jury wählt die schönsten Geschichten zur Veröffentlichung aus.
Preise:
Neben der Veröffentlichung im Buch und
einem Autorenexemplar, erwarten Sie eine
Reihe von Überraschungspreisen.

Auf in den Wahlkampf für ein sozialdemokratisches Europa!

Seminarfahrt zum Auftakt der EU-Wahlen 2019 der Jusos Lichtenberg vom 16. bis zum 18. November 2018 in der Jugendbildungsstätte Kurt-Löwenstein in Werneuchen, Brandenburg

 

Europa – Was bedeutet das eigentlich für uns?

Wie zeigt sich die EU in Lichtenberg und weshalb fehlt hier vielen Menschen der Bezug zu ihr?

Durch verschiedene Workshops näherten wir uns nun ein Wochenende lang dem Thema Europa an, mit Blick auf die anstehende Europa-Wahl 2019.

 

Ein wenig außerhalb Berlins befassten wir uns in insgesamt fünf Workshops mit verschiedenen Facetten der Europäischen Union. Wir sprachen unter anderem mit Melanie Reuters (Mitglied des Berliner Teams der Europa-Kandidat*innen) über den anstehenden Wahlkampf und ließen uns von Vertreter*innen der Schwarzkopfstiftung den institutionellen Aufbau der EU in Erinnerung rufen. Unser Wissen über die Funktionsweise der EU ist nun auf jeden Fall für den Wahlkampf auf dem neuesten Stand und einsatzbereit!

Unser Gast Frederico Quadrelli gab uns einen Eindruck des Rechtsrucks in Italien und welche Rolle die sozialdemokratische Partei PD in den letzten Jahren spielte. (Ein Spoiler: Keine vorteilhafte.) Es war ein Einblick in die Fehler der Schwesterpartei und in das italienische Wahlsystem, das stark in Frage gestellt werden kann. Frederico warf dabei einen kritischen Blick auf sein Heimatland und seine eigene Partei. Ähnliches ist auch in Deutschland notwendig, um die SPD bzw. nächstes Jahr die S&D-Fraktion von innen heraus zu stärken und an unsere Grundwerte zu erinnern.

Kevin Hildebrandt veranstaltete das Seminar „#SPDerneuern – PoliticOS, innovative Grundeinkommen und Agenda 2021“, welches etwas andere Schwerpunkte setzte. Er möchte die SPD mittels einer internetbasierten Plattform erneuern; parteiliches Engagement soll unabhängig des Lebensortes oder trotz ungünstiger Arbeitszeiten ermöglicht werden. Seine Ansätze, die Parteiarbeit zu reformieren, werden uns ganz  bestimmt die nächsten Jahre noch begleiten. Unsere Unterstützung hat er!

 

Beim Workshop zu Strategien des Europawahlkampfes in Lichtenberg, den unsere Jusos-Lichtenberg-Vorsitzende Tamara übernahm, waren wir sogleich inspiriert auch Wahlkampf neu zu denken und dieses Mal anders zu gestalten. Podiumsdiskussionen hin oder her, seid gespannt auf unseren „Lixit“ und eine Europa-Schnitzeljagd durch unsere Kieze!

 

Highlights waren außerdem: Tamaras Verlust von Fingern während der kaltgetränkebasierten Abendrunden und wie sie vor Freude die Gläser fliegen ließ, als sie diese zurück erlangte; Unser Vorsitzender Anton, der als Einziger die Musik wirklich fühlte; Sowie die Verbreitung der Hip-Hop-Kultur in Werneuchen durch Kevins Box.

 

Alles in allem dürften wir also einen guten Eindruck hinterlassen haben und kommen gerne wieder!

Landesparteitag am 16./17. November 2018: Urbane Sicherheit und mehr Gerechtigkeit für Berlin

Am 16./17. November 2018 hat sich die Berliner SPD zu einem inhaltsreichen Landesparteitag mit vielen engagierten Debatten über sozialdemokratische Forderungen und Konzepte für drängende Fragen unserer Zeit getroffen. Wir waren dabei.

Delegation der SPD Lichtenberg zum Landesparteitag Foto: SPD Lichtenberg

Nachdem am Freitag europa- und organisationspolitische Fragen diskutiert wurden, stand am Samstag zunächst das Thema Inneres im Mittelpunkt. Für seine Einführung zum hierfür zentralen Antrag Sicher leben in Berlin – wir wollen Urbane Sicherheit erhielt Innensenator Andreas Geisel langanhaltenden Applaus. Der Antrag wurde bei zwei Enthaltungen einstimmig angenommen.

Weitere Beschlüsse zur inneren Sicherheit betrafen etwa:

  • Schaffung von 800 zusätzlichen Polizei-Stellen und die Modernisierung von technischer Infrastruktur und persönlicher Ausrüstung
  • Einsatz von Videoüberwachung an ausgewählten kriminalitätsbelasteten Orten bei gleichzeitiger Ablehnung einer flächendeckenden Überwachung
  • landesweit abgestimmte Strategie gegen Kriminalität und Bedrohung durch Gewalt

Im weiteren Verlauf des Tages prägten vor allem Forderungen nach mehr Gerechtigkeit und Gemeinwohlorientierung die Agenda. So waren unter den gefassten Beschlüssen zahlreiche in den Bereichen gute Einkommen, bezahlbare Mieten, Bildungsgerechtigkeit und soziale Sicherheit. Dazu gehörten die folgenden:

  • Erhöhung des Landesmindestlohnes auf 12,63 Euro
  • monatliche Zulage von 150 Euro für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Landes Berlin ab 2020
  • strukturelle Verbesserungen bei der Ein- und Umgruppierung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst (v.a. im Bereich Kita, Jugendhilfe und Pflege)
  • Abschaffung aller sachgrundlosen Befristungen in der Verwaltung, an den Hochschulen sowie bei den Landesunternehmen
  • gebührenfreier Hortbesuch für alle Klassenstufen
  • Abschaffung des Elternbeitrags beim Kita- und Schulessen
  • finanzielle Stärkung des Programms gegen Gewalt an Schulen
  • umfassendes Programm zur Bekämpfung von Kinderarmut
  • keine Privatisierung öffentlicher Aufgaben und Revision bestehender Ausgründungen
  • Stärkung der Mietpreisbremse durch eine obligatorische Offenlegung der Vormiete
  • Begrenzung von Mieterhöhungen nach Modernisierungsmaßnahmen

Außerdem sprachen sich die Delegierten nach leidenschaftlichen Redebeiträgen für die Erklärung des internationalen Frauentages (08. März) zum gesetzlichen Feiertag in Berlin aus.

Insgesamt lagen mehr als 200 Anträge vor. Alle Antragstexte und Beschlüsse finden sich hier: https://parteitag.spd-berlin.de/veranstaltungen/ii-2018/

Autorin: Anja Ingenbleek, stv. Kreisvorsitzende

 

Lichtenberger Anträge auf dem Landesparteitag am 16./17. November 2018

Wir als Lichtenberger SPD haben zahlreiche Anträge eingebracht und können mit der Bilanz nach dem Landesparteitag sehr zufrieden sein. Wir freuen uns über die Annahme vieler unserer Anträge bzw. über ihren Eingang in zentrale Beschlüsse. Ihre Umsetzung werden wir ebenso begleiten und nachhalten wie die weitere Beratung und Wiederaufnahme der Lichtenberger Anträge, die in den zuständigen Fachausschuss und in betreffende Arbeitsgemeinschaften überwiesen wurden.

Hier die Ergebnisse zu unseren Lichtenberger Anträgen im Einzelnen:

  • Die folgenden Lichtenberger Anträge der KDV Lichtenberg wurden angenommen:
    • Mindestlohnerhöhungen bei Zuwendungsempfängern ausgleichen
    • Digitaler Wandel auch in den Schulen – Verbesserung der Medienkompetenz von Schüler*innen in der Sekundarstufe I
    • Privatsphäre auch online sichern! Schutz des Online-Briefgeheimnisses. E-Privacy-Verordnung endlich annehmen!
    • Angebot im ÖPNV deutlich verbessern
    • Auf dem Weg zur Abschaffung von Hartz IV! Ein weiterer Schritt: sogenannte Bedarfsgemeinschaften gerecht gestalten
    • Neue Definition der Rentenbeitragszeit
    • Wir fordern eine vollständige Rentenversicherungspflicht von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen und die Abschaffung der sog. „opt-out“ Alternative
  • Diese Lichtenberger Anträge sind in zentrale Anträge eingegangen:
    • Debatte über Zukunftsfragen ermöglichen – Themenparteitag
    • Gedruckte Antragsunterlagen bei Parteitagen und Delegiertenversammlungen nur noch auf Anforderung
    • Vertrauens-Team (auch bekannt als Awareness-Team) auf Landesparteitagen der SPD Berlin
      • Diese drei Anträge gingen mit ihren zentralen Forderungen in den Antrag Für eine starke SPD in Berlin: SPD organisatorisch erneuern
    • Polizeiarbeit bei Demonstrationen
      • Eingegangen in den Antrag Sicher leben in Berlin – wir wollen Urbane Sicherheit
    • Strategische Entscheidung für mehr Gerechtigkeit: Einkommen erhöhen und Berlinerinnen und Berliner entlasten
      • Eingegangen in den Antrag Strategische Entscheidung für mehr Gerechtigkeit: Einkommen erhöhen und Berlinerinnen und Berliner entlasten.
    • Verbot der Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen
      • Eingegangen in den Antrag Gemeinwohl vor Profitstreben – Für einen anderen Umgang mit Grund und Boden und eine gerechte Wohnungs- und Mietenpolitik
  • Ein weiterer Änderungsantrag zum Antrag Sicher leben in Berlin – wir wollen Urbane Sicherheit, der sich mit dem solidarischen Grundeinkommen beschäftigte, war nur in Teilen erfolgreich. Während der Gedanke der Freiwilligkeit Eingang fand, wurde unsere Forderung nach einer berlinweit einheitlichen Vorgehensweise durch Einrichtung eines zentralen kommunalen Dienstleisters leider abgelehnt.
  • Die folgenden von der KDV Lichtenberg beschlossenen Anträge wurden zur weiteren Beratung in den Fachausschuss Wirtschaft und Arbeit überwiesen:

Autorin: Anja Ingenbleek, stv. Kreisvorsitzende

Bundespolitik live erleben – Einladung zur Teilnahme an einer Bundestagsfahrt mit Klaus Mindrup, MdB

Die SPD-Lichtenberg lädt Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, 13. Dezember 2018, zu einem Besuch des Deutschen Bundestages ein. Bei der ganztägigen Veranstaltung haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, eine Plenarsitzung des Bundestages live mitzuerleben.

Neben dem Besuch eines weiteren Bundesministeriums wird es ausreichend Zeit für Gespräche mit dem Bundestagsabgeordneten Klaus Mindrup geben. Klaus Mindrup ist Mitglied in den Ausschüssen für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen sowie Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Genossenschaftsbeauftragter der SPD-Fraktion im Bundestag.

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um rechtzeitige Anmeldung bis zum Donnerstag, 22. November 2018.

Bitte richten Sie Ihre Anmeldungen mit Kontaktdaten per E-Mail, postalisch oder telefonisch an:

Kreisbüro SPD-Lichtenberg

Rathausstraße 7

10367 Berlin

info@spd-lichtenberg.de

Tel.: 030 / 97 60 67 30

Fax: 030 / 97 60 46 64

10 jähriges Jubiläum des Frieda-Rosenthal-Preises – Die SPD Lichtenberg verleiht Frieda-Rosenthal-Preis an Benjamin Seehaus für sein Engagement bei der Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt

 

v.l.n.r.: Birgit Monteiro (Vorsitzende SPD Lichtenberg), Preisträger Benjamin Seehaus, Dilek Kolat (Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung), Lutz Neumann (Geschäftsführer Jobcenter Lichtenberg)

Unter der Schirmherrschaft von Birgit Monteiro, Kreisvorsitzende der SPD-Lichtenberg, hat die SPD-Lichtenberg den Frieda-Rosenthal-Preis am 07. September 2018 in der Kiezspinne an Benjamin Seehaus verliehen. Auch die Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kolat, bedankte sich mit persönlichen Worten bei Herrn Seehaus für seine Arbeit.

Bereits zum 10. Mal würdigen die SPD Lichtenberg und Birgit Monteiro Personen, die sich in außergewöhnlicher Weise für das demokratische Gemeinwesen und eine solidarische Nachbarschaft engagiert haben, mit dem Frieda-Rosenthal-Preis. Aus den vielen eingereichten Vorschlägen hat sich die Jury für Benjamin Seehaus entschieden.

Benjamin Seehaus arbeitete bis zu seinem Wechsel vor wenigen Tagen zur Zentrale der Arbeitsagentur nach Nürnberg im Jobcenter Lichtenberg als Arbeitsvermittler und kümmerte sich um schwerbehinderte Menschen. Und das tat er mit außerordentlichem, ja schon ungewöhnlichem persönlichem Engagement. Er gab langzeitarbeitslosen Schwerbehinderten Hoffnung, wieder eine Arbeit zu finden. Das hat er vor allem durch seine intensive, individuelle Beratung und vielfältigen Aktionen, außerhalb der üblichen Beratungsangebote, erreicht. Er schaut sich die Unternehmen vor Ort an, erörterte mit den Arbeitgebern infrage kommende Beschäftigungsmöglichkeiten oder organisierte u.a. Speed-Datings für schwerhörige oder gehörlose Bewerber*innen. Die Menschen, denen er geholfen hat, loben vor allem seine unendliche Geduld und dass er die Gespräche immer auf Augenhöhe geführt hat. Sie sind begeistert, dass sich jemand mit so viel Mut, Kraft und Kreativität für Integration einsetzt. Herr Seehaus hat mit seinem Einsatz einen sehr großen Beitrag geleistet, schwerbehinderten Menschen in Lichtenberg eine Teilhabe am Arbeitsleben und in der Gesellschaft zu ermöglichen.