Lichtenberger SPD zeigt Solidarität mit Flüchtlingen – Sammel- und Spendenaktion gestartet

Mit einer vom Kreisvorstand verabschiedeten Resolution sowie einer großen Spenden- und Sammelaktion bekundet die Lichtenberger SPD ihre Solidarität mit Menschen, die wegen Krieg, Verfolgung, Hunger und Elend Zuflucht in Deutschland suchen. „Die Mitglieder des Kreisvorstandes sind sich einig, dass wir für die zu uns aus größter Not kommenden Flüchtlinge eine Zuflucht bieten müssen“, sagt der Lichtenberger SPD-Kreisvorsitzende Ole Kreins. Gleichzeitig erklärt der Abgeordnete, dass der vom Land Berlin favorisierte Standort im Ortsteil Falkenberg wegen seiner Lage ungeeignet ist, um dort Flüchtlinge unterzubringen.
In der einstimmig beschlossenen Resolution heißt es unter anderem: „Wir betonen das Grundrecht auf Asyl und fordern eine menschenwürdige Unterbringung in Europa.“ Aber: „Wir sehen es als problematisch an, Flüchtlinge an den Rand der Stadt zu drängen und in Containern unterzubringen.“ Am Standort Falkenberg fehle es, im Gegensatz zu anderen Standorten, zum Beispiel in der Rhin- und der Herzbergstraße, an sozialer Infrastruktur, ausreichender Versorgung mit Schulplätzen oder an einer leistungsfähigen Verkehrsanbindung, die die notwendigen Ämtergänge ermöglicht. Damit widerspreche der Standort den Kriterien, die die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales selbst aufstellt hat. „Wir fordern daher den Senat und das Bezirksamt auf, gemeinsam alternative Standorte in Lichtenberg zu suchen, die einer menschenwürdigen Unterbringung gerecht werden.“ Weiterhin wird das Bezirksamt ersucht, zu prüfen, inwieweit kulturelle und soziale Angebote des Bezirks, wie beispielsweise die Ausleihe fremdsprachiger Bücher oder der Zugang zu Kulturveranstaltungen, den Flüchtlingen kostenlos zur Verfügung gestellt werden können.

Ole Kreins, Mitglied des Abgeordnetenhauses und SPD-Kreisvorsitzender:
„Die SPD Lichtenberg bekennt sich zum Asylrecht und setzt sich für eine würdige Unterbringung ein. Zur Verarbeitung ihrer Schicksale brauchen Flüchtlinge eine Umgebung, in der sie sich willkommen fühlen und Hilfe erfahren.“

Gleichzeitig startete die Lichtenberger SPD in dieser Woche eine Spenden- und Sammelaktion für die Flüchtlinge im Bezirk. Dringend benötigt werden unter anderem Winterbekleidung, Baby- und Kinderbedarfsartikel, Schulmaterial sowie Möbel im gebrauchsfähigen Zustand. Die Sachspenden können ab dem 8. Dezember im SPD-Kreisbüro in der Rathausstraße 7, 10367 Berlin, Tel. 97 60 67 30, abgegeben werden. Darüber hinaus wurden Sammelpunkte in den Bürgerbüros der Lichtenberger SPD-Abgeordnetenhausmitglieder eingerichtet:

  • Karin Halsch, Am Berl 13, 13051 Berlin, Tel. 51 73 69 48; Montag bis Donnerstag jeweils 10-16 Uhr
  • Birgit Monteiro, Bürgerheimstr. 4, 10365 Berlin, Tel. 98 34 34 47; Dienstag 7-13 Uhr, Mittwoch 10-13 Uhr, Donnerstag 13.30-20 Uhr, Freitag 10-18 Uhr
  • Ole Kreins, Heinrichstr. 1, 10317 Berlin, Tel. 21 47 16 12; Montag, Dienstag 10-16 Uhr, Donnerstag 10-18 Uhr, Freitag 10-14 Uhr

Geldspenden können auf das Spendenkonto der AWO Südost mit der IBAN DE 8410 0205 0000 0334 9801; Verwendungszweck Flüchtlingshilfe für Lichtenberg bzw. das Spendenkonto Flüchtlingshilfe der AWO Mitte IBAN DE21 1002 0500 0001 2373 05, Verwendungszweck: „Flüchtlingshilfe“ überwiesen werden.

Auch ehrenamtliches Engagement wie Begleitung zu Arztbesuchen oder Behördengängen, Familienpatenschaften, Projekte mit Kindern, Akquise von Freikarten etc. würde den Flüchtlingen sehr helfen. Gerne vermittelt die SPD Lichtenberg entsprechende Angebote an die Flüchtlingsheime. (kv/mg)