18.09.2009 | Politik

Noch 9 Tage: So wird der Deutsche Bundestag gewählt

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Bundestagswahlzettel 2009“Sie haben zwei Stimmen.”
Mit diesem Satz wird jeder Bürger am 27. September bei der Bundestagswahl konfrontiert. Aber was bedeutet das? Wie wird gewählt? Und vor allem wer wird gewählt?

Das deutsche Wahlrecht ist ein Verhältniswahlrecht. Die Parteien sind also gemäß ihrem Stimmenanteil im Parlament vertreten. Die Idee ist aber, dass der Wähler sich nicht nur für eine Partei entscheiden kann, sondern auch über die personelle Zusammensetzung des Bundestages mitentscheidet. Daher hat jeder Wahlberechtigte zwei Stimmen: die Erststimme und die Zweitstimme. Mit seiner Erststimme entscheidet sich der Wähler für eine Person, mit seiner Zweitstimme für eine Partei.

Auf der linken Seite des Stimmzettels entscheidet sich der Wähler mit seiner Erststimme für einen Kandidaten in seinem Wahlkreis.

Der Kandidat im Wahlkreis, der bei den Wahlen die meisten Stimmen auf sich vereinigt, ist gewählt und wird Bundestagsabgeordneter. In der Bundesrepublik gibt es 299 Wahlkreise. Mit den Erststimmen werden daher 299 Bundestagsabgeordnete direkt gewählt. Mit der Erststimme wählen Sie den Direktkandidaten, der sich im Wahlkreis Lichtenberg für das Direktmandat bewirbt. Im Falle der SPD ist dies Andreas Geisel. Der Kandidat, der hier die meisten Stimmen erhält, zieht unabhängig von der Zweitstimme in den Bundestag ein.

Bundestagswahlzettel 2009

Der Bundestag besteht aber aus 598 Abgeordneten (ggf. durch Überhangmandate auch mehr). Darüber entscheiden die Zweitstimmen. Hier entscheidet der Wähler in der rechten Spalte des Stimmzettels. In jedem Bundesland bestimmen die Parteien Listen, auf denen ihre Kandidaten der Reihe nach notiert sind. Je mehr Zweitstimmen eine Partei in dem jeweiligen Bundesland erringt, desto mehr Kandidaten von der Liste kommen in den Bundestag. Die Zweitstimme ist also keineswegs zweitrangig. Denn der Anteil an Zweitstimmen entscheidet über die Stärke einer Partei im Parlament.

Mit der Zweitstimme entscheiden Sie also wie viele Mandate eine Partei insgesamt im Bundestag haben wird.

Einige Kandidaten kandidieren nur in einem Wahlkreis, andere auch auf der Liste ihrer Partei. Die bisherige Abgeordnete für den Wahlkreis Lichtenberg ist auf der Liste ihrer Partei so gut abgesichert, dass sie auf jeden Fall Mitglied des nächsten Bundestages sein wird. Andreas Geisel dagegen hat diese Absicherung nicht – er hat keinen Platz auf der Liste der SPD.

Daher der Aufruf:
Lichtenberg hat die einmalige Chance, zukünftig im Bundestag sogar mit zwei Stimmen vertreten zu sein. Die Wahl von Gesine Lötzsch ist bereits über die Liste ihrer Partei gesichert. Außer ihr hat nur noch Andreas Geisel eine reale Möglichkeit, die Mehrheit der Erststimmen in Lichtenberg zu gewinnen. Das haben alle bisherigen Wahlen gezeigt.

Wir meinen zwei Abgeordnete für Lichtenberg sind besser als nur eine Abgeordnete.

Deshalb: Am 27. September Ihre Erststimme für Andreas Geisel!

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2 Kommentare zu “Noch 9 Tage: So wird der Deutsche Bundestag gewählt”

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