Christian, du wirst uns fehlen

Die SPD Lichtenberg und die SPD-Fraktion Lichtenberg sind tief bestürzt über den Tod von Christian Kind. Er verstarb am 17. Oktober und wurde 76 Jahre alt. Mit Christian Kind verliert die SPD Lichtenberg und die Fraktion einen leidenschaftlichen Sozialdemokraten. Er hinterlässt eine große Lücke.

 Sowohl in den Räumen der SPD-Fraktion Lichtenberg im Rathaus Lichtenberg (Raum 12/12a) wird ab dem 27.10.2020 ein Kondolenzbuch ausgelegt als auch bei der Bezirksverordnetenversammlung am 12.11.2020. Viele Mitglieder der SPD Lichtenberg und Weggefährt*innen haben sich eine Kondolenzmöglichkeit gewünscht. Bitte achten Sie darauf, dass im gesamten Rathaus aufgrund der coronabedingten Hygienebestimmungen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss und bringen Sie bitte Ihren eigenen Stift mit. Das Fraktionsbüro hat von 9 Uhr bis 14 Uhr geöffnet. Wenn es Ihnen nur außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich ist, vorbeizukommen, rufen Sie uns an 030 90296 3160 oder schreiben Sie uns eine E-Mail: info@spd-fraktion-lichtenberg.de.

Christian Kind, Fotorechte: BVV Lichtenberg

Christian Kind war nach der Wende der erste freigewählte Bürgermeister in Lichtenberg und gehörte seit diesem Zeitpunkt ununterbrochen der Bezirksverordnetenversammlung an. Von 1990 bis 1992 setzte er sich als Bezirksbürgermeister mit ganzer Kraft für den Umbau der früheren Verwaltung zum Bezirksamt und der Schaffung neuer Strukturen ein. Bereits im Herbst 1989 trat er in die SDP ein, um sich um die Lichtenberger Kommunalpolitik zu kümmern. Dieser Aufgabe widmete er sich bis zu seinem plötzlichen Tode mit Begeisterung und viel Engagement.

Auch innerhalb der Partei bekleidete er im Laufe der Zeit viele Funktionen und prägte vor allem in den Anfängen das Wirken der SPD Lichtenberg. Stets kämpfte er mit seiner direkten Art leidenschaftlich für seine Positionen und sprach Probleme offen und direkt an. Parallel dazu war er für sein umfassendes historisches Wissen innerhalb der SPD Lichtenberg und auch in ganz Lichtenberg bekannt. Auf jede Frage zur Vergangenheit der Partei oder des Bezirkes hatte er eine Antwort und konnte stets mit historischen Anekdoten begeistern.

„Wir sind tief betroffen und schockiert über die Nachricht, dass Christian nicht mehr unter uns ist. Die SPD-Fraktion Lichtenberg verliert einen leidenschaftlichen Sozialdemokraten. Seine nachdrückliche Art und seine vielseitigen Kenntnisse über den Bezirk werden uns fehlen. Unser aufrichtiges Beileid gilt seiner Familie. Wir als SPD-Fraktion werden sein Andenken in Ehren halten.“

 Jutta Feige und Sandy Kliemann, die amtierenden Fraktionsvorsitzenden

„Mit großer Bestürzung haben wir von Christians Tod erfahren. Mit ihm ist ein verdienter Genosse und eine große Persönlichkeit von uns gegangen. Er wird uns mit seiner Expertise, seiner Leidenschaft und seiner stets aufrechten Haltung sehr fehlen. In Gedanken sind wir bei seiner Familie, der in dieser schweren Zeit unser herzliches Beileid und unser tiefstes Mitgefühl gilt.“

Anja Ingenbleek und Erik Gührs, die Vorsitzenden der SPD Lichtenberg

Unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen: Gegen das Vergessen – Stolpersteine putzen am 8. November

Anlässlich des 82. Jahrestags der Reichspogromnacht am 9. November 1938 gedenkt die SPD Alt-Hohenschönhausen der Opfer der Nazidiktatur. Damit die Schicksale der Opfer nicht in Vergessenheit geraten und sichtbar bleiben, werden die Stolpersteine von Opfern des Faschismus im Kiez geputzt. Unterstützt werden die SPD-Aktiven von Dagmar Poetzsch (Arbeitskreis Stolpersteine im Projekt LICHT-BLICKE), Sie recherchiert ehrenamtlich die Schicksale und bringt die Wege der Opfer so näher.
Sandy Kliemann und Rainer Wiebusch, gemeinsam Vorsitzende der SPD-Alt Hohenschönhausen seit Februar, freuen sich über das Engagement von Philipp Sorgatz, dem Initiator der Putzaktion.

Rainer Wiebusch sagt dazu: „Seit mehreren Jahren ist es Anliegen der SPD Alt-Hohenschönhausen, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wach zu halten.“

Sandy Kliemann ergänzt: „Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus haben während der Nazi-Zeit zur Ermordung von Millionen von Menschen geführt. Mit dem Putzen der Stolpersteine wollen wir dazu beitragen, dass das Schicksal dieser verfolgten und getöteten Menschen nicht in Vergessenheit gerät.“

Foto: Philipp Sorgatz

Die SPD Alt-Hohenschönhausen lädt engagierte Bürgerinnen und Bürger ein, sich an der Stolperstein-Putzaktion zu beteiligen. Putzmaterialien werden bereitgestellt, Handschuhe sind gegebenenfalls selbst mitzubringen. Alle Teilnehmenden sind aufgefordert Masken zu tragen und Gruppen von jeweils maximal 10 Teilnehmenden zu bilden. Ende ist voraussichtlich gegen 15:00 Uhr, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Philipp Sorgatz ist überzeugt: „Mitmachen ist ganz einfach. Und es lohnt sich!“

Sonntag, 8. November | Beginn 13:30 Uhr | Treffpunkt Gedenkstein ehem. Synagoge
(Konrad-Wolf-Str. 92)

Im Rahmen des Stolpersteine-Kunstprojektes wird auf Messingtafeln konkret Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Stolpersteine gehen auf ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig zurück. Sie werden im Gehweg vor dem letzten frei gewählten Wohnort der verfolgten Person verlegt, die von den Nationalsozialisten verfolgt, ermordet, deportiert oder vertrieben wurden. Die Steine werden über Spenden und Patenschaften finanziert.
Mehr Informationen zu dem Stolpersteine-Projekt von Gunter Demnig gibt es hier:

https://www.stolpersteine-berlin.de/

Die SPD-Lichtenberg hat sich am 03.10.2020 bei den Gegenprotesten in Lichtenberg den Rechtsextremen erfolgreich in den Weg gestellt

Am Samstag stellte sich die SPD-Lichtenberg zusammen mit mehreren hundert Menschen in Hohenschönhausen einem Aufmarsch der rechtsextremen Partei „Der III. Weg“ erfolgreich in den Weg. Auf der Seite der Rechtsextremen kamen nach Angaben von rbb-Reporter*innen rund 250 Menschen zusammen, darunter Rechtsextremisten aus verschiedenen Bundesländern. Die Zahl der Demonstrant*innen und Gegendemonstrant*innen schätzte die Polizei auf bis zu 1500. Darüber hinaus konnte der rechte Zug durch Sitzblockaden lange nicht zu ihrer Demo-Route aufbrechen und schließlich erst gegen 17.45 Uhr eine verkürzte Alternativroute nehmen.

Hierzu erklärte Anja Ingenbleek, die Co-Vorsitzende der SPD Lichtenberg, in einer Rede vor den Gegendemonstrant*innen:

Anja Ingenbleek  Foto: Jörg Wortmann

„Für jede Demokratin und jeden Demokraten ist es unerträglich, dass Neonazis und Rassist*innen durch Lichtenberg ziehen und ihre völkischen, rassistischen und antisemitischen Inhalte und Parolen verbreiten wollen. Das lassen wir nicht unwidersprochen geschehen. Dem stellen wir uns hier und heute in einem breiten Bündnis und mit Unterstützer*innen aus ganz Berlin entschlossen entgegen. Wir sind mehr und wir sind laut! Laut für eine demokratische und solidarische Gesellschaft, laut für ein tolerantes und weltoffenes Lichtenberg. Damit beweisen wir einmal mehr, dass in Lichtenberg kein Platz ist für Rassismus, Antisemitismus und Hetze. Nie wieder Faschismus!“

Quellen und weitere Informationen unter:

https://www.morgenpost.de/berlin/article230580358/Neonazi-Demo-in-Lichtenberg-Polizisten-mit-Steinen-beworfen.html

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/10/berlin-tag-der-deutschen-einheit-demonstrationen-corona.html