Für einen gemeinsamen Ethikunterricht, gegen einen konfessionellen Religionsunterricht

Die Abteilung 3 (Ortsverein Fennpfuhl) der SPD Lichtenberg hat am 10.03.2009 in Ihrer Mitgliederversammlung folgenden Antrag einstimmig bei einer Enthaltung beschlossen:

Die Abteilung 3 der SPD Lichtenberg erklärt:

Die Einführung des Pflichtfaches Ethik ist in Berlin mit dem Ziel beschlossen worden, über alle Konfessionen hinaus in der Schule gemeinsame Werte zu vermitteln und für Toleranz nachhaltig zu werben. Die Einführung dieses Unterrichtsfaches war die schulpolitisch richtige Reaktion auf den zunehmenden Werteverlust in der Gesellschaft. Das Ziel des gemeinsamen Ethikunterrichtes kann nicht erreicht werden, wenn nun Schülerinnen und Schüler diesen Ethikunterricht abwählen und stattdessen zum Religionsunterricht gehen könnten, an dem nur bestimmte Schülerrinnen und Schüler der Klasse in ihrer „Wertegemeinschaft“ teilnehmen würden. Denn in dieser Form schafft der Religionsunterricht Grenzen zwischen den Schülern und macht die Bemühungen im Ethikunterricht zunichte.

Der Ethikunterricht ist der richtige schulpolitische Ansatz, um konfessionsübergreifende Wertevermittlung im Interesse von Toleranz und einem friedlichen Miteinander in der Schule betreiben zu können. Ein Schulfach Religion kann dieses Anliegen nicht erfüllen.

Vom Klima- zum Kinderschutz: Themen, die uns bewegen

Auf ihrer Junisitzung beschäftigte sich die Abteilung IV mit dem Thema Klima- und Umweltschutz. Kompetente Gesprächspartner waren Wolfgang Dosdall und Bernd Mentele vom Klimabüro Lichtenberg, das seit einigen Wochen in der Trägerschaft des Kiezspinne FAS e.V. arbeitet. Diskutiert wurden vor allem Handlungsmöglichkeiten, die sich jedem Einzelnen im Sinne ökologischen Alltagshandeln bieten und die Frage nach dem Kraftwerk der Zukunft. Weiterlesen

Globalisierung

Eine Standortanalyse und eine Strategie zur Wirtschaftsförderung für den Bezirk Lichtenberg kann (wie für Berlin, wie für Berlin-Brandenburg, wie für Deutschland, wie für Europa) nicht losgelöst von den Entwicklungen der voranschreitenden und allgegenwärtigen Globalisierung erarbeitet werden.

Ganz allgemein steht Globalisierung für Arbeitsplatzabbau in Deutschland, für Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland, für ungehemmten Kapitaltransfer und für Armut und verhungernde Menschen. Die Politik hat die Globalisierung nicht erfunden. Globalisierung kann auch nicht aufgehalten werden. Es kann nur darum gehen, die Auswirkungen in den Griff zu bekommen und sozial abzufedern. Es ist wahr, dass die Auswirkungen der Globalisierung von vielen Menschen – auch von Politikern – als bedrohlich empfunden werden. Weiterlesen