04.09.2009 | News

Stadtentwicklung am Rummelsburger Ufer

Foto: Andreas Geisel im Gespräch mit den BürgernAm vergangenen Sonntag lud die SPD-Friedrichsfelde zum ersten der zwei Kiezspaziergänge in diesem Jahr ein. Der Bundestagskandidat der SPD im Wahlbezirk Berlin-Lichtenberg, Andreas Geisel und Ole Kreins, Vorsitzender der Abteilung Friedrichsfelde und Bezirksverordneter, führten die etwa 20 Anwohnerinnen und Anwohner bereits zum zweiten Mal am Rummelsburger Ufer entlang. Diese nutzten die Möglichkeit mit Politikern ins Gespräch zu kommen sowie Probleme direkt zu benennen und zu besprechen.

Durch ein integriertes und ökologisch orientiertes Grünraum- und Uferkonzept entstanden in den letzten 11 Jahren am Rummelsburger Ufer innerstädtische Wohn- und Arbeitsquartiere mit einem hohen Lebens- und Freizeitwert. Besonders junge Familien zogen in die neu erbaute Siedlung. Daher zählen auch die weitere Verkehrsentwicklung und die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs zu deren Interessensschwerpunkten. Vorwiegend das erhöhte Verkehrsaufkommen und die häufig damit verbundene Geschwindigkeitsüberschreitung an der Hauptstraße bereitet jungen Familien Sorge. Die Problematik ist auch Andreas Geisel bewusst. In seiner Tätigkeit als Stadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Umwelt und Verkehr konnte er bereits die Errichtung eines Tempo-Dialog-Displays zu Geschwindigkeitsmessung aufstellen lassen. Allerdings könne das weitere Handeln erst nach Auswertung dieser Daten erfolgen. Einen von den Anwohnerinnen und Anwohnern geforderten Fußgängerüberweg kann aufgrund der Gleisanlagen der Straßenbahn nicht errichtet werden. Andreas Geisel versprach aber sich gegenüber der Verkehrslenkung Berlin und dem Senat für eine Bedarfsampel einzusetzen.

Die Schaffung einer „Tempo 10-Zone“ im weiteren Wohngebiet, wie vom Bezirksamt angeregt, widerstrebt einigen Anwohnerinnen und Anwohnern. Die Ergebnisse der ersten Beratung mit dem Kiezbeirat sind nach Meinung einiger am Kiezspaziergang Beteiligter nicht zufriedenstellend. Den beim Kiezspaziergang geäußerten Wunsch nach einem weiteren Termin zur Besichtigung und Klärung des Sachverhalts nahm Andreas Geisel an und sicherte seine aktive Unterstützung für die Verwirklichung eines weiteren Treffens zu.

Erfreulich ist das sichere Fortbestehen der Straßenbahnlinie 21 – entgegen der ursprünglichen Auffassung der BVG. „Es wird sogar eine weitere Haltestation geschaffen, um den Anwohnerinnen und Anwohnern den Weg zur Straßenbahn zu erleichtern“, teilte Andreas Geisel mit.

Auch die Zukunft des Kraftwerks Klingenberg, über dessen Zukunft seit Monaten diskutiert wird, steht im Fokus der Bürgerinnen und Bürger. Klar ist, dass etwa ab 2014/15 der Ersatz des technisch veralteten Braunkohlekraftwerks unumgänglich ist. Die Versorgung der Menschen in ca. 300.000 Haushalten in Berlin, welche derzeit bedient werden, „muss dauerhaft, ausreichend und sicher gewährleistet werden“, betont der Stadtrat, jedoch dürfen bei einer umfassenden Prüfung nicht ökologische und städtebauliche Aspekte vernachlässigt werden.

Der Kiezspaziergang führte auch zur Kindertagesstätte „Hoppetosse“ und dem umliegenden Spielplatz. Die Sorge, dass die Kita und der dazugehörige öffentliche Spielplatz kaum Schutz vor der Sonne und Hitze bieten, bleibt nicht weiter bestehen. „Es werden zahlreiche Bäume gepflanzt und damit Schattenflächen geschaffen werden“, so Andreas Geisel.

Abschließend bedankte sich Ole Kreins für das Erscheinen aller Anwesenden sowie die Übermittlung zahlreicher Anliegen und Anregungen. Die SPD Friedrichsfelde und Andreas Geisel werden diese nachhaltig besprechen.

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