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Ein Plan für Alt-Lichtenberg – Zum Auftakt das Hubertusbad

Die SPD-Lichtenberg kündigt einen Plan für das Gebiet Alt-Lichtenberg an. Sie setzt damit ihr Konzept fort, für einzelne Gebiete in Lichtenberg Vorschläge zur Gestaltung der Zukunft zu erarbeiten. Als erstes widmet sich die SPD-Lichtenberg der Zukunft des Hubertusbads. Die weiteren, konkreten Punkte folgen in den nächsten Wochen und sollen mit den Bürger*innen diskutiert werden.

Seit 1991 verliert das einstige Schmuckstück in der Hubertusstraße an Glanz. Verschiedene Initiativen haben im Laufe der Jahre versucht, dem Stadtbad neues Leben einzuhauchen. Der letzte Versuch war eine Machbarkeitsstudie, um die Möglichkeiten einer Nachnutzung zu untersuchen. Sie wurde aber nie veröffentlicht. Die SPD-Lichtenberg fordert daher vom Bezirksamt die Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie, um diese mit den Bürger*innen diskutieren und umsetzen zu können.

„Alt-Lichtenberg soll auch in Zukunft ein vielfältiges und einladendes Stadtviertel sein. Wir haben uns auch für dieses Gebiet Gedanken gemacht, wie es in Zukunft aussehen soll, und wollen unsere Vorschläge nun mit den Bürger*innen diskutieren. Das Hubertusbad ist dabei erst der Anfang. Der Plan beinhaltet u.a. Ideen zur Frankfurter Allee und zum Bahnhof Frankfurter Allee. Auch zum Rathaus und seinem Umfeld haben wir uns Gedanken gemacht. Wir werden die konkreten Punkte in den kommenden Wochen veröffentlichen.“, wirbt Birgit Monteiro, Kreisvorsitzende der SPD-Lichtenberg, für den Plan.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion Lichtenberg, Kevin Hönicke, ergänzt, wie es weitergeht:  „Die Lichtenberger SPD-Fraktion wird sich nun nach und nach den Vorschlägen aus dem Alt-Lichtenbergplan annehmen, diese konkretisieren und in Zusammenarbeit mit der Bezirksverordnetenversammlung aber auch dem Abgeordnetenhaus umsetzen. Hierbei werden wir über jedes einzelne Projekt gesondert informieren, so dass sich Bürgerinnen und Bürger gezielt mit den Ideen und Anliegen auseinandersetzen und ihre Anliegen mit einbringen können. Es wird dabei um Verbesserung des Verkehrs, mehr grün und eine bessere Anbindung und Ausgestaltung der Kieze gehen. Also konkrete Kommunalpolitik.“

Erinnern an 40 Jahre Frankfurter Allee Süd

Aus einer Pressemitteilung des Bezirksamtes Lichtenberg:

“In einem feierlichen Akt wird das Bezirksamt Lichtenberg gemeinsam mit dem Stadtteilzentrum Kiezspinne FAS am 19. Januar 2013 um 17 Uhr an die Entstehung des Wohngebietes Frankfurter Allee Süd (FAS) vor 40 Jahren erinnern.

Im Nachbarschaftshaus Orangerie in der Schulze-Boysen-Straße 38,10365 Berlin, begrüßen Bezirksbürgermeister Andreas Geisel (SPD), Kulturstadträtin Kerstin Beurich (SPD) und Baustadtrat Wilfried Nünthel (CDU) Anwohner/innen des als Pilotprojekt für die städtebauliche Entwicklung der Jahre zwischen 1970 und 1980 angesehen Wohngebietes. Der Architekt und Stadtplaner Thorleif Neuer wird über die Entstehungsgeschichte berichten, die er selbst miterlebte.

Dazu die Kulturstadträtin Kerstin Beurich (SPD): “Die Frankfurter Allee Süd stellte schon immer einen eigenen Mikrokosmos im Bezirk dar. Noch heute erfreut sich das Wohngebiet großer Beliebtheit. So werden die Vergangenheit und Zukunft am 19. Januar für die Bewohner/innen der FAS gleichermaßen von Bedeutung sein.”

Fotos bieten einen Überblick, mit dem die Entstehung und Entwicklung bis in die Gegenwart dokumentiert wird. Die Schostakowitsch-Musikschule Lichtenberg wird die Veranstaltung mit Musik aus der Entstehungszeit begleiten.”

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Städtebauliche Konzeption für das Sanierungsgebiet Frankfurter Allee Nord

In einem Antrag an die Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg am 25. Oktober 2012 ersucht die SPD-Fraktion das Bezirksamt, eine städtebauliche Konzeption für das Sanierungsgebiet Frankfurter Allee Nord zu erarbeiten. Das Gebiet zwischen Möllendorffstraße und Bahnhof Lichtenberg wurde 2012 vom Senat zum Sanierungs- und Stadtumbaugebiet unter dem Leitbild „Gesundheit, Ökologisches Modellgebiet, besondere Orte“ erklärt. Die SPD fordert jetzt, dieses Konzept im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern mit Leben zu erfüllen. Unter anderem soll das Gebiet durch eine Erweiterung des Angebotes bei Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Kindergärten noch attraktiver für Familien werden. Für Senioren und Menschen mit Behinderungen ist durch Umbau und Nachrüstungen geeigneter, barrierefreier Wohnraum zu schaffen. Öffentliche Freiflächen sollten durch das gebietsübergreifende „Grüne Netz Nord“ verbunden werden. Für den Komplex des Geländes des ehemaligen MfS sollte, so sieht es der Antrag vor, möglichst eine sensible Nutzung der historischen, geschützten Bausubstanz sowie einer Wohnnutzung erfolgen. Selbst an ausreichende Fahrradstellplätze und der Prüfung eines „Park-and-Ride“ Systems am U-Bahnhof Lichtenberg haben die Antragsteller gedacht.

„Mit der Erklärung zum Sanierungs- und Stadtumbaugebiet besteht die große Chance, das Gebiet der Frankfurter Allee Nord nachhaltig aufzuwerten. Sowohl als Wohn- als auch als Verwaltungsstandort ist hier ein großes Potential vorhanden. Besonders die Nachnutzung des Geländes des ehemaligen MfS ist eine große Herausforderung. Wichtig ist uns, dass die Anwohnerinnen und Anwohner von Anfang an in den Prozess eingebunden und ihre Ideen berücksichtigt werden“, erklären Henning Fahrenberg, stadtentwicklungspolitischer Sprecher und Peter Müller, Initiator des Antrags.