Die Lichtenberger SPD ist empört über die Absicht der Linkspartei, am 5. Oktober 2008 den ehemaligen Stasi–General Werner Großmann in ihren Räumen einen Vortrag halten zu lassen.
Es ist unerträglich, dass unter dem Vorwand, sich mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen zu wollen, abermals Legendenbildung und Geschichtsklitterung betrieben werden soll. Wer sich Erich Mielkes Stellvertreter zum Vortrag einlädt, darf nicht erwarten, dass ihm geglaubt wird, sich ehrlich mit der Geschichte der DDR und der Rolle der Stasi auseinandersetzen zu wollen. Seit mehreren Jahren versucht die Lichtenberger Linkspartei immer wieder Stasi-Offizieren und deren Weltsicht in der Öffentlichkeit Raum zu verschaffen. Von Bemühungen, mit den Opfern der Stasi das Gespräch zu suchen, ist hingegen nichts bekannt. Eine sehr einseitige Debatte, die dort geführt werden soll.
Im Gegensatz zur ewig gestrigen Lichtenberger Bundestagsabgeordneten Dr. Gesine Lötzsch, hat der Landesvorsitzende der Partei „Die Linke“, Dr. Klaus Lederer, schon erkannt, dass man insbesondere den Opfern der DDR – Diktatur zuhören muss und nicht fortwährend den Tätern öffentliche Podien bieten darf.
Solange dies die Linke nicht auch in Lichtenberg begreift, kann von einer ernsthaften Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte nicht die Rede sein. Auch der enge Schulterschluss der Linksfraktion in der BVV mit Stasi–nahen Vereinen wie der GBM, stärkt eher das Misstrauen in die Gesinnung der Lichtenberger Linken.