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Schulen in Karlshorst – Mehr Schulplätze für einen wachsenden Stadtteil

Karlshorst gehört zu den besonders rasant wachsenden Stadtteilen Berlins. Das ist einerseits eine positive Entwicklung, da sie zeigt, dass Karlshorst für immer mehr Menschen attraktiv ist und es sich hier gut wohnen lässt. Andererseits ergeben sich daraus Herausforderungen für die Infrastruktur, die mitwachsen muss. Das gilt in besonderem Maße auch für den Schulbereich, denn mehr Kinder brauchen mehr Schulplätze in gut ausgestatteten Schulen. Birgit Monteiro, die neue Kreisvorsitzende der SPD Lichtenberg, dazu: „Die Schulbauoffensive des rot-rot-grünen Senats zeigt, dass die Politik die Zeichen der Zeit erkannt hat und mit dem Neubau von 57 Schulen in den nächsten zehn Jahren auf dem richtigen Weg ist. Jetzt geht es für uns vor Ort darum, die Umsetzung konstruktiv voranzutreiben, dabei die Interessen der betroffenen Schulen, Eltern und Schüler*innen im Blick zu behalten, entstehende Probleme offen anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“

Während in Karlshorst im Juni 2017 etwas mehr als 27.000 Menschen lebten, werden für 2030 fast 34.000 Einwohner*innen prognostiziert. Das ist ein Anstieg um etwa 26%! Bei aller Freude über die wachsende Anziehungskraft Karlshorsts liegen die Probleme, die sich daraus für die Infrastruktur ergeben, auf der Hand. So bedeutet Familienfreundlichkeit eben auch, dass das Wachstum in hoher Quote mit einer Zunahme der Anzahl schul-pflichtiger Kinder einhergeht. Es besteht unbestritten Handlungsbedarf – langfristig durch den Bau neuer Schulen, kurz- und mittelfristig etwa durch die Schaffung mobiler Ergänzungsbauten oder aktuell auch durch die vorübergehende Bereitstellung von Con tainern. Das ist nicht optimal, als temporäre Maßnahme zur Kapazitätserweiterung schaffen aber auch Container Entlastung – so etwa im Fall der Lew-Tolstoi-Schule bis zur Fertigstellung des Anbaus, die zum Schuljahr 2019/20 erfolgen soll.

Neue Schulen entstehen nicht über Nacht, das wissen wir alle. In die richtige Richtung gehen Maßnahmen der Senatsverwaltung, die den Schulbau und somit den Abbau des Schulplatzdefizits beschleunigen. Das gilt in besonderem Maße für das Modellvorhaben zur Beschleunigung des Schulneubaus, von dem auch Lichtenberg profitiert, nämlich bei den Grundschulneubauten an der Konrad-Wolf-Str. und an der Sewanstr. Das betrifft aber auch grundsätzliche Maßnahmen zur Verkürzung der Bauzeiten im Schulbereich.

Von dieser Entwicklung profitiert gerade auch ein Stadtteil wie Karlshorst, wo im Rahmen der Schulbauoffensive der Neubau bzw. die Reaktivierung von zwei Grundschulen – Blockdammweg, Waldowallee – und zwei Integrierten Sekundarschulen – HTW Campus Karlshorst, Waldowallee – vorgesehen ist. Die Realisierung dieser Maßnahmen wird die Schulplatzproblematik in Karlshorst entschärfen und nach Prognosen des Bezirksamtes selbst unter Berücksichtigung des prognostizierten Bevölkerungszuwachses perspektivisch sogar zu einem Überschuss führen.

Der Senat stellt mit seinem Schulbaufahrplan Transparenz her. Unter https://www.berlin.de/schulbau/ kann sich jeder Bürger und jede Bürgerin aktuell über die Maßnahmen von Neubau und Erhaltung informieren.

„Wir müssen in Lichtenberg alles dafür tun“; betont Birgit Monteiro, „dass wir die Schulbauoffensive des rot-rot-grünen Senats vor Ort optimal nutzen. Dabei ist es uns wichtig, mit den betroffenen Schulen, Eltern und Schüler*innen in engem Kontakt zu stehen und uns gemeinsam mit ihnen dafür einzusetzen, dass die vorgesehenen Maßnahmen so schnell und bedarfsorientiert wie möglich umgesetzt werden.“

Sandra Scheeres stellt in Lichtenberg die ersten Ergebnisse der Schulbauoffensive vor

Am Samstag, 27. Januar war Senatorin Sandra Scheeres auf Einladung des Kreisvorstandes bei der Lichtenberger KDV, um die Schulbauoffensive des Senats und der Bezirke vorzustellen. 

 Berlin wird in den nächsten 10 Jahren über 5,5 Mrd. Euro für den Schulbau und die Schulsanierung investieren.

57 Schulen sollen in Berlin neu gebaut werden, um die Bedarfe der wachsenden Stadt zu decken. Denn rund 386.000 Schülerinnen und Schüler werden die öffentlichen Schulen Berlins besuchen. Das sind rund 80.000 mehr als heute.

Zugleich sind nahezu alle Berliner Schulen zu sanieren. Als Grundlage für die Entscheidungen zur Sanierung von Schulen diente der Sanierungsscan.

Was wir von vielen Elterngesprächen wissen, ist jetzt auch mit Zahlen unterlegt. Im Vergleich zu anderen Bezirken sieht die Bausubstanz in Lichtenberg gut aus, es bleibt dennoch viel zu tun.

Deshalb sollen die Bezirke einen Sanierungsfahrplan vorlegen. Für Lichtenberg als stark wachsenden Bezirk wird es auch Schulbau geben.

Bereits fertig gestellte Ergänzungsbauten finden sich an der Karlshorster- Grundschule, der Richard-Wagner-Grundschule, der Brodowin-Grundschule, an der Bürgermeister-Ziethen-Grundschule, an der Paul- und Charlotte-Kniese- Gemeinschaftsschule, an den Grundschulen am Wilhelmsberg und am Roederplatz sowie an der Vincent-van-Gogh-Sekundarschule.

Geplant sind weiterhin zusätzliche Ergänzungsbauten für die Schulen am Ostseekarree, im Grünen Grund, an der Victoriastadt, an der Nils-Holgersson-Schule, am Grünen Campus Malchow, der Paul-Schmidt-Schule und der Schule auf dem lichten Berg.

Gänzlich neue Schulen wird es an ehemaligen Standorten der Sewanstraße 43 und der Konrad-Wolf-Str. 11 geben. Beide Schulen sollen noch bis 2020/ 2021 fertig gestellt werden.

Nach modernen Anforderungen wird es einen Neubau einer Grundschule  in der Schleizer Str. 67 geben. Hier machen sich die deutlich verbessere Schulraumqualität bemerkbar. Es wird Räume für Inklusion, eine große Mensa und Fachwerkstätten für Naturwissenschaften und Handwerk geben. Weitere Standorte für Schulneubau für Sekundarschulen und Gymnasien sind Am breiten Luch und an der Allee der Kosmonauten 20-22.

„Wichtig sind uns die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an den Planungs- und Bauprozessen. Lehrkräfte, Eltern und Schüler sollen endlich wissen, wann die Schule saniert wird.“ so Ole Kreins, Vorsitzender der SPD-Lichtenberg

Grundschulneugründung in Rummelsburg umsetzen

Die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Lichtenberg von Berlin ersucht das Bezirksamt, sich gemeinsam mit der Senatsverwaltung dafür einzusetzen, dass die in der Investitionsplanung vorgesehene Neugründung einer dreizügigen Grundschule einschließlich einer 3-Feld-Sporthalle am Standort Hauptstraße 8/9 (Rummelsburg) auch umgesetzt wird.
Einen entsprechenden Antrag hat die SPD in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 16. November 2017 eingebracht. Grund für diese Initiative sind Andeutungen aus der Senatsverwaltung, dass mit dem Standort in der Hauptstraße aus unterschiedlichen Gründen nicht weiter geplant wird. Dabei setzen der Bezirk und auch viele Eltern nun seit vielen Monaten auf die dortige Schulneugründung. Auch die durch den Bezirk hierzu beauftragte Machbarkeitsstudie kommt zu einem positiven Ergebnis.
Dr. Anja Ingenbleek, Fachsprecherin für Schule und Sport, zu dem von ihr initiierten Antrag: “Schon im Schuljahr 2016/2017 lag im Prognoseraum Lichtenberg Süd, in dem das Bauvorhaben liegt, ein Gesamtdefizit von 1,9 Zügen im Bereich der Grundschulen vor. Da gerade im Gebiet der Rummelsburger Bucht und der Victoriastadt auch weiterhin mit steigenden Schüler*innenzahlen zu rechnen ist, ist die planmäßige Entwicklung dieses Schulstandortes absolut dringend und notwendig. Dabei setzen wir im Interesse einer konstruktiven Lösung auf den Dialog zwischen Bezirk und Land.“
Der Fraktionsvorsitzende Kevin Hönicke ergänzt: „Die Machbarkeitsstudie zum Schulstandort Hauptstraße zeigt, dass eine Schule an diesem Standort durchaus möglich ist. Wir im Bezirk wissen, dass er auch absolut notwendig ist. Deshalb sollte aus möglich und nötig eine Umsetzung werden, im Interesse der vielen Eltern, die mit einem Schulstandort in Rummelsburg rechnen. Dafür setzt sich die SPD-Fraktion konsequent ein.“

Schulbauoffensive nimmt an Fahrt auf

5,5 Milliarden Euro werden innerhalb von zehn Jahren in Berliner Schulen investiert. Das Geld fließt in neue und alte Schulgebäude, in die Sanierung, den Aufbau und die Rekonstruktion von Bildungseinrichtungen. Das Konzept „Schulbau und Finanzierung“ ist eine immense Chance und gleichzeitig ein riesiger Kraftakt für Bildungseinrichtungen und Bezirke.
Mark Rackles, stellvertretender Landesvorsitzender, äußerte sich erfreut über den Durchbruch, den der gestern beschossene 10-Punkte-Plan für die Schulsanierung bedeutet:
„Mit dem 10-Punkte-Plan zeigen die Berliner Bezirke, dass das Thema Schulsanierung auch bei ihnen höchste politische Priorität hat und die Bereitschaft zur notwendigen überbezirklichen Kooperation besteht. Mit den geplanten drei Regionalverbünden kann die Effizienz der bisherigen Sanierungstätigkeit deutlich gesteigert werden. Damit kommt die gemeinsame Schulbauoffensive des Senats einen deutlichen Schritt voran“
Befürchtungen, dass die Schulen durch die noch neu zu gründende Tochtergesellschaft der Howoge an Dritte weiterverkauft werden könnten, entkräftet der Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen:
„Wir untersuchen zwei Modelle. Das erste Modell mit einem Erbbaurecht schließt automatisch die Rückführung ein, weil das Erbbaurecht (z.B. auf 30 Jahre) befristet ist. Das zweite Modell basiert auf einem beidseitigem langfristigem Mietvertrag, der aber auch von Anfang an ein Ende kennt (z.B. nach 30 Jahren, wenn die Sanierungsmaßnahme abgeschrieben, und die Immobilie dann wieder klassisch vom Bezirk betrieben wird).“