20.12.2008 | News

Verabschiedung der Städtebaulichen Leitlinien für Karlshorst-West

Die Lichtenberger BVV hat auf ihrer gestrigen Tagung mit sehr großer Mehrheit die Bezirksamtsvorlage zu „Städtebaulichen Leitlinien Karlshorst-West/Blockdammweg“ beschlossen. Damit sollen die brachliegenden, desolaten Gewerbegebiete südlich des Blockdammweges aufgegeben und zu einem hochwertigen Wohngebiet umgewandelt werden. Damit würde das Prinzenviertel in nordwestlicher Richtung über die Trautenauer Straße hinaus weitergeführt. Gleichzeitig werden mit diesen Leitlinien auch die Entwicklungsmöglichkeiten eines möglichen Vattenfall – Kraftwerkneubaus an der Rummelsburger Bucht/Klingenberg (nördlich des Blockdammweges) eingeschränkt, indem u.a. Höhenstaffelungen vorgegeben werden.

Die Lichtenberger SPD erklärt dazu:

„Mit diesem Beschluss hat die Bezirksverordnetenversammlung wiederholt deutlich gemacht, dass sie die ursprünglichen Vattenfall-Pläne eines völlig überdimensionierten Kraftwerks mit Kühlturm städtebaulich beschränken will. Diese Ausmaße passen nicht in den innerstädtischen Bereich der Rummelsburger Bucht und konterkarieren das Engagement Berlins, hier ein kinder- und familienfreundliches Wohnumfeld zu entwickeln.“

Für die Lichtenberger SPD ist aber auch klar, dass der Ersatz des technisch veralteten Kraftwerks Klingenberg notwendig ist, um die Versorgung der Berliner Wirtschaft und der etwa 400.000 von diesem Kraftwerk mit Energie und Heizwärme versorgten Menschen auch zukünftig sicher und bezahlbar gewährleisten zu können. Der Ersatzbau eines Kraftwerks darf aber nicht zu einer absoluten Steigerung des CO2-Emission in der Region führen. Neue Anlagen müssen die Umweltsituation verbessern.

Das Bezirksamt plant, die Leitlinien in die Aufstellung von Bebauungsplänen für das neue Wohngebiet und das Kraftwerk münden zu lassen und findet hierbei unsere Unterstützung.

Die Vattenfall Europe AG hatte vor kurzem angekündigt, sich im Februar/März 2009 zu ihren konkreten Absichten äußern zu wollen. Die ursprünglichen Pläne aus dem Jahr 2007 sahen die Errichtung eines neuen 800 MW-Steinkohlekraftwerks vor.

Text: Gerrit Deutschmann

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