BIM GmbH / Jörg Krüger

Die Zukunft des Hubertusbads wird greifbar

Das seit 30 Jahren geschlossene Gebäude des Stadtbads Lichtenberg soll im Herbst in neuer Funktion seine Tore wieder öffnen.

von Juliane Simon, Abteilung Alt-Lichtenberg

Zuletzt genutzt wurde der prachtvolle Innenraum des Stadtbads Lichtenberg 2010 als Kulisse für einen Vampir-Thriller. Das wertete die flache Story des Films zumindest ästhetisch auf. Für die Öffentlichkeit war das in den 1920er Jahren entstandene Gebäude 1991 geschlossen worden.

Nicht nur wegen der kunstvollen Innenarchitektur, auch viele Bade-Erinnerungen ließen das Hubertusbad jedoch nicht in Vergessenheit geraten. 2019 wurde ein Partizipationsverfahren durchgeführt, um Ideen im Kiez zu sammeln bezüglich einer Wiedernutzung des ehemaligen Bades.

Die große Schwimmhalle bietet sich für großformatige Events oder medizinische Nutzungsarten an.

Die häufig geäußerte Präferenz, im Hubertusbad wieder schwimmen gehen zu können, ist leider sowohl wegen betriebswirtschaftlicher Bedenken, als auch aus Denkmalschutzgründen ausgeschlossen. Verschiedene Alternativvorschläge, von temporären Kulturveranstaltungen bis zu festen Einrichtungen wie Therapieräumen, fanden viel Zuspruch.

Aktuell befindet sich die Schadstoffsanierung im Stadtbad Lichtenberg in den letzten Zügen. Parallel werden schon Teile des Erdgeschosses für die erste Nutzung hergerichtet. Geplant ist, im Herbst dieses Jahres mit der Vermietung für Veranstaltungen zu beginnen.

In einer ersten Phase sollen in der ehemaligen Frauenschwimmhalle Eventnutzungen ausprobiert und professionalisiert werden. Nach und nach werden dann auch die oberen Stockwerke wieder belebt.

Die SPD-Lichtenberg setzt sich seit Jahren für eine Kiez-freundliche Nutzung des Hubertusbads ein. Der stellvertretende Lichtenberger Bürgermeister Kevin Hönicke freut sich, dass nun Bewegung in die Sache kommt:

„Das Hubertusbad ist ein Schatz in Alt-Lichtenberg. Es wird höchste Zeit, dass das Gebäude nachbarschaftlich und für die Menschen in unserem Bezirk wieder zur Verfügung gestellt wird.“

Kevin Hönicke

Ein Artikel aus dem Stadtblatt von Mai 2021