Kevin Einenkel

Wohnungsbau – nicht um jeden Preis

Der Stadtrat Kevin Hönicke setzt auf Wohnungsbau nach nachvollziehbaren Regeln

Seit April 2020 ist Kevin Hönicke als stellvertretender Bezirksbürgermeister und Stadtrat für Arbeit, Soziales, Stadtentwicklung und Wirtschaft im Amt. Trotz Corona-Krise, die viel Einsatz für die Bekämpfung der Pandemiefolgen verlangt, setzte Hönicke von Beginn an auf einen intensiven Umsetzungswillen für das Schaffen von Wohnungsbau. Diesen sucht er vor allem mit landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften, denn klar ist, dass relativ viel niedrigpreisiger Mietwohnraum geschaffen werden muss. Einer der wichtigsten Partner in Lichtenberg ist hier die landeseigene HoWoGe.

Nach Hönicke darf bei aller Planung jedoch nicht vergessen werden, dass es viele Menschen gibt, die Wohnungen dringend suchen, aber auch die Anwohner*innen an den betreffenden Baugrundstücken eingebunden werden müssen. Daher ist es wichtig, dass Vorhaben nur nach definierten Standards genehmigt werden. Diese setzt zum größten Teil das Baugesetzbuch.

Lichtenberg muss beim Bauen den klaren Regeln des Baugesetzbuches folgen:
Keine 18 Stockwerke in der Salzmannstraße!

Ein solches Beispiel ist der angedachte Bau der HoWoGe in der Salzmannstraße 34 in Lichtenberg. Hier soll ein Hochhaus entstehen, das sich nach Meinung des Bezirkes und des Stadtrates Hönicke eben nicht in die Umgebung einfügt. Warum? Weil sich die geplante Höhe mit 18 Stockwerken nicht in die Umgebung der Fünfgeschosser einfügt. Daher lehnt der Bezirk einen solchen hohen Bau ab, sprach sich jedoch klar für eine Wohnbebauung an dieser Stelle aus. Aber die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat den Planungen der HoWoGe zugestimmt. Da die Berliner Verwaltung mit ihren Hauptverwaltungen den Bezirksverwaltungen übergeordnet ist, muss sich der Bezirk an die positiven Bescheide binden.

Das intensive Werben des Stadtrates und die regelmäßigen Gespräche mit der HoWoGe haben jedoch Überlegungsprozesse in Gang gesetzt, die eventuell Veränderungen erreichen können. Hönicke macht deutlich: „Ich setze mich aus Überzeugung für Wohnungsbau ein. Hier sind wir in Lichtenberg auch spitze. Aber auch wir bauen nicht um jeden Preis.“ Es sei wichtig, nach nachvollziehbaren Grundsätzen zu handeln und den klaren Regeln des Baugesetzbuches zu folgen.

In einem Brief an den Senator Scheel (Die Linke) hat Hönicke schon auf die Probleme in der zu hohen Bebauung hingewiesen, aber auch sein Bekenntnis zum Wohnungsbau am Standort bekräftigt. Doch leider hat er bis heute keine Antwort erhalten.

Damit weiter Wohnungen entstehen können, ist eine gemeinsame Haltung im Senat und im Bezirk wichtig. Daran wird auch die SPD weiterarbeiten und sich den Diskussionen stellen!

Kevin Hönicke, Stadtrat Bezirksamt Lichtenberg und Vorsitzender der Abteilung 5